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Immer wieder montags

10.02.2014

Der Montag ist immer etwas hektisch zu Hause. Es gibt Frühstück für die Zweibeiner während ich mit knurrendem Magen auf der Decke warte. Bis ich endlich mein Futter bekomme beschäftige ich mich also ausgiebig mit meinem Quietschi. Wenn ich schon hungern muss, dann gehe ich halt Herrchen mit dem lauten Fiepen meines Lieblingsspielzeugs auf die Nerven.

Immer wieder montagsNachdem auch ich endlich fertig bin geht’s erst mal für ein Nickerchen auf meinen Lieblingsplatz, das große Ledersofa. Meine Familie hat mir schon drei verschiedene Kuschelplätze angeboten. Das erste Körbchen war schwarz und hatte eine lustige schaumige Füllung im Inneren. Das zweite Bett war riesengroß. Viel zu groß um mich einzukuscheln. Ich mochte es nicht. Ein kleiner Faden bot sich interessanterweise an daran zu knabbern, solange bis ich an dieses lustige flockige Innenleben ran kam.

Wow, das war ein Spaß! Ich konnte ziehen, zippeln, zupfen, es wurde einfach nicht weniger. Doch irgendwann kam Frauchen dazu, schreckte die Arme in die Luft und sammelte meine spaßigen Wolkenflöckchen ein.

Das Bett verschwand im Keller. Nun habe ich eine ungemütliche harte Schale mit meiner Lieblingsdecke. Die steht hier nun schon seit Wochen und ich bekomme sie einfach nicht kaputt, so viel Mühe ich mir auch manchmal gebe.

Irgendwann höre ich, wie Frauchen Jacke und Schuhe anzieht. Hahaaaa, es geht raus. Das weiß ich schon ganz genau! Ich springe vom Sofa und renne freudig zu ihr, einmal links einmal rechts, ich tänzle und springe um sie herum. Erst wenn ich mich setze legt sie mir Halsband und Leine um und dann geht’s endlich los! Wir gehen links herum. Links herum heißt immer irgendwo Richtung Stadt. Häuser, Straßen, Autolärm. Rüber über die große unheimliche Brücke, Zweibeiner von vorne, ein Fahrrad von hinten. Anstrengend.

Frauchen versucht mich zwischenzeitlich mit Leckerlis zu beruhigen, nein danke, der dröhnende LKW gerade hat mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Und plötzlich biegen wir ab, den Berg hinunter auf die Wiesen. Noch mal konzentrieren und auf Frauchen’s Anweisung hören, Leine ab, frei! Ich tobe mich aus, ich renne und springe, Frauchen steht am Zaun und krümmt sich vor Lachen.

Nach einer ganzen Weile heißt es anleinen und weiter. Wir gehen in die Stadt. Vorbei an einem kniehohen Kumpel mit langem Fell, er wirft mir einen fiesen Blick rüber und bellt mir lauthals zu. Wir gehen ins Büro. Ich freue mich auf die Zweibeiner, sie begrüßen mich, ich bekomme von allen ein Leckerchen und lege mich in meine Höhle unter die Treppe. Erschöpft schlafe ich ein.

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