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Leishmaniose beim Hund erkennen!

12.06.2015

Leishmaniose beim Hund erkennen & behandeln!

Was ist eine Leishmaniose beim Hund?

Die Leishmaniose ist eine weltweit verbreitete und durch Sandmücken verursachte Infektionserkrankung. Sie kommt vor allem in den Tropen, aber auch in der Mittelmeerregion vor (die Infektionsrate liegt z.B. in Andalusien bei bis zu 42 % der dort lebenden Hunde, auf Sizilien bei bis zu 80 %). Durch den Klimawandel findet die Leishmaniose auch immer mehr Einzug in Deutschland.

Wie entsteht eine Leishmaniose?

Die Leishmanien werden durch Sandmücken der Gattung Phlebotomus übertragen. Ähnlich wie bei der Krankheit Malaria, erfolgt die Übertragung durch eine weibliche Stechmücke der Gattung Anopheles. Durch den Stich der Sandmücke werden diese Parasiten zunächst unter der Haut und dann über das Blut in den Organen verbreitet, wo sie letztendlich die weißen Blutkörperchen und das Knochenmark schädigen.

Welche Symptome können beim Hund auftreten?

Die ersten eher unspezifischen Symptome nach der Infektion können Durchfall, Lahmheit, ein schlechter Allgemeinzustand und Appetitlosigkeit, begleitet von schleichendem Gewichtsverlust sein. Der Hund ist schnell erschöpft und ist wärmeempfindlich.
Ein typisches Symptom ist das Ausfransen der Ohren und Ohrenränder. Von dort wandert der schuppenartige Befall über den Kopf bis über den gesamten Körper des Hundes. Häufig treten auch Augenentzündungen und Hauterkrankungen im Gesicht auf, es folgt ein teilweiser sogar büschelartiger Fellverlust.
Neben der äußerlich deutlich erkennbaren Symptomatik zeigt sich die Infektion vor allem durch Blutarmut (Anämie), sowie auch Schäden an Leber, Milz und Nieren. 

Wie sieht die Behandlung der Leishmaniose beim Hund aus?

Die Behandlung von Leishmaniose mit Medikamenten muss oft ein ganzes Leben lang fortgeführt werden, um schwere Organschäden beim Hund zu verhindern. Nur so kann der Vierbeiner ein normales unbeschwertes Leben führen. Eine Nichtbehandlung endet mit dem Tod.

Wie sieht die beste Vorbeugung aus?

Der beste Schutz vor der Leishmaniose ist, betroffene Regionen zu meiden. Sollten Sie dennoch Ihren Urlaub z.B. ans Mittelmeer planen, so bedarf es der richtigen Prophylaxe mit speziellen Halsbändern, die gegen die Steckmücken und Schmetterlingsmücken wirken. Sollte Ihr Hund von einer Zecke befallen sein, kann nur das richtige Entfernen der Zecke binnen maximal 24 Stunden eine mögliche Infektion verhindern.

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