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Futterallergie beim Hund

14.03.2014

Futterallergien entstehen immer dann, wenn das Futter Bestandteile enthält, die vom Hund nicht vertragen werden. Man spricht dabei von einer immunologisch bedingten Reaktion, die meist auf der Haut oder in Organen auftritt und von Futterzusatzstoffen oder Futterbestandteilen hervorgerufen wird.

Häufigkeit und Auslöser

Bei Hunden stellt die Futterallergie die dritthäufigste Allergie dar. Prinzipiell kann jeder Inhaltsstoff eine allergische Reaktion hervorrufen, aber meist sind die Auslöser Eiweiß, Milchprodukte und Weizen. Leider sind gerade die häufigsten Allergieauslöser in sehr vielen kommerziellen Fertigfuttern enthalten. Hund am Getreidefeld In vielen Erzeugnissen ist nicht selten Weizenprotein enthalten, ebenso Gerste und andere Getreidearten. Diese Auslöser können in jedem Alter Ihres Vierbeiners eine allergische Reaktion, bis hin zu einem anaphylaktischen Schock auslösen. Angefangen vom Welpen, bis hin zum betagten Hund, keiner ist vor einer Allergie geschützt. Die Symptome können je nach Reaktionsart binnen 30 Minuten oder erst nach Tagen auftreten.

Die Symptome einer Allergie

Die Symptome zeigen sich oft mit Juckreiz, Schwellungen, atopischer Dermatitis, Atemnot, Pfoten- oder Ohrentzündungen. Aber auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Erbrechen, Blähungen, Koliken, Darmgeräusche oder Durchfall können auf eine allergische Reaktion hindeuten. In seltenen Fällen treten auch Schwellungen des Gesichts, Urtikaria, Lidödeme, asthmaähnliche Symptome oder epileptische Anfälle auf.

Futterallergie erkennen

Meist ist die Diagnose schwierig. Bei Hunden ist ein Haut- oder Bluttest leider meist sehr unzuverlässig. Eine Möglichkeit, die Ursache der Beschwerden herauszufinden ist die „Weglassprobe“. Liegt der Verdacht einer Futterallergie vor, sollte der Hundebesitzer seinem Vierbeiner getreidefreies Futter anbieten. In diesem Futter ist kein Getreide enthalten, was häufig als Auslöser der Allergie zählt. Die Futterumstellung beim Hund sollte allerdings langsam erfolgen und über mindestens acht Wochen durchgeführt werden. Meist bessern sich die Symptome schon nach wenigen Tagen und nach einigen Wochen sind alle Beschwerden des Hundes ausgeheilt. Ist das der Fall, dürfte die Allergie gegen getreidehaltiges Futter gesichert sein. In der ganzen Phase des Austestens sollten dem Hund keine anderen Leckereien, kein Kauspielzeug, keine Vitamintabletten oder andere Nahrung gegeben werden. Man muss konsequent darauf achten, dass dem Vierbeiner nur spezielles getreidefreies Futter bereitgestellt wird.

Hunde brauchen kein Getreide

Getreide steht ohnehin nicht auf dem natürlichen Speiseplan eines Hundes. Hunde sind normalerweise Fleischfresser. Man geht sogar davon aus, dass getreidehaltiges Hundefutter zur Futtermittelunverträglichkeit führen kann.Hundefutterallergie Der Magen-Darm-Trakt des Hundes ist nicht auf dieses Nahrungsmittel, also auf die Verstoffwechselung des Getreides, ausgelegt, weshalb getreidefreies Hundefutter für die Tiere viel bekömmlicher ist. Der gesamte Verdauungstrakt ist nur auf die Verstoffwechselung tierischer Proteine ausgerichtet.

Getreidefreies Futter erkennen

Wer sichergehen möchte, dass im Hundefutter kein Getreide vorhanden ist, sollte unbedingt das Kleingedruckte lesen. Aber nicht nur die Getreidefreiheit ist alleinig ausschlaggebend. Artgerechtes Hundefutter ist ohne Getreide und die Zutaten und verwendeten Rohstoffe sind von bester Qualität und mit schonenden Herstellungsverfahren produziert. Per Gesetz sind Hersteller dazu verpflichtet, sämtliche Zusätze und Zutaten auf der Verpackung zu deklarieren. Sind Getreide oder künstliche Zusatzstoffe enthalten, muss dies auf der Hundefutterverpackung stehen. Die artgerechte Haltung des Hundes beginnt bei seiner Ernährung. In Hundefutter können die unterschiedlichsten Getreidesorten enthalten sein. Sehr häufig sind die Mais, Weizen und Hafer. Dabei können die Sorten in unterschiedlichen Formen zugefügt werden, beispielsweise als Getreidemehl oder Getreideflocken.

Fazit
Hunde kommen sehr gut ohne Getreide aus. Ist es im Hundefutter enthalten, kann es nicht nur Allergien auslösen, es ist ohnehin für Hunde relativ nährstoffarm. Wer seinem Hund etwas Gutes tun möchte, achtet deshalb auf Futter ohne Getreidezusatz.

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