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Borreliose beim Hund erkennen!

13.08.2015

Was ist eine Borreliose beim Hund?

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, welche durch Zecken (Ixodes ricinus) übertragen wird. Bereits in den 80er Jahren wurde der schraubenförmige Erreger „Borrelia burgdorferi“, umgangssprachlich bekannt als „gemeiner Holzbock“ identifiziert.

Wie kann ein Hund sich mit einer Borreliose infizieren?

Wird Ihr Hund von einer mit Borrelien infizierten Zecke gebissen, so werden die im Darm der Zecke befindlichen Borrelien innerhalb von 24 bis 48 Stunden aktiviert und wandern über den Speichel der Zecke in den Organismus des Hundes und rufen dabei eine massive Entzündungsreaktion hervor. Sie können Ihren Vierbeiner lediglich durch das Entfernen der Zecke innerhalb dieser Zeit vorsorglich schützen!

Welche Symptome treten bei dieser bakteriellen Infektion auf?

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Die Borrelieninfektion kann eine sehr vielgestaltete Symptomatik darstellen. Es wurde allerdings festgestellt, dass nur etwa 5% aller infizierten Hunde sofort erkennbare Symptome aufweisen, da die Infektion eher schleichend und unauffällig einsetzt. Diese äußern sich häufig in der frühen Infektionsphase durch kurz anhaltendes Fieber und Appetitlosigkeit sowie Abgeschlagenheit. Die anschließende asymptomatische Phase dauert Wochen oder gar Monate an, bis plötzlich eine Lahmheit in unterschiedlich starkem Ausmaß auftreten könnte und zeitweise sogar wieder abklingt.
Einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lymphknotenschwellungen und die Futterweigerung sind nicht selten. Zudem kann es zu Nierenerkrankungen und Augenentzündungen kommen.

Wie wird die Borreliose behandelt?

Wenn Sie feststellen wollen, ob Ihr Hund an Borreliose erkrankt ist, können Sie dies anhand von speziellen Labortests herausfinden lassen. Es gibt eine spezielle antibiotische Borreliose-Therapie, diese ist allerdings zeit- und kostenintensiv und leider nicht immer erfolgreich.
In jedem Fall sollten Sie beim Verdacht auf Borreliose Ihren Tierarzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen und die Borreliose ggf. auszuschließen oder frühzeitig mit einer Therapie beginnen zu können.

Wie kann man das Risiko einer Erkrankung minimieren?

Die beste Vorsorge ist bereits die Vermeidung der Infektion mit Borrelien. Es gibt verschiedene Präparate (z.B. Spot On), welche nicht zwingend den Zeckenbiss selbst, aber dafür das lange Festbeißen und das damit verbundene Übertragen der Borrelien über den Zeckenspeichel verhindern.
Anders als bei uns Menschen können Hunde gegen Borreliose geimpft werden.
Genaue Auskunft darüber erhalten Sie beim Tierarzt Ihres Vertrauens!

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